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Auf den Spuren der Vergangenheit

Seit der Aufarbeitung der Heimerziehung der 50er und 60er Jahre haben wir in der Stiftung immer wieder das Glück, uns mit „ehemaligen Heimkindern“ austauschen zu dürfen.Wir haben im Dialog mit ihnen erschreckende Geschichten gehört, aber auch Menschen getroffen, die trotz aller Repressalien und ihrer schwierigen Biografie ihr Leben bewundernswert meistern konnten.
Am 14.10.21 besuchte uns Herr Peter Klein mit seiner Ehefrau in der Jugendhilfeverwaltung der Stiftung Hospital St. Wendel. Tage zuvor bat er um einen Besuchstermin, um seiner Gattin zu zeigen, wo er in seiner Kindheit gelebt hatte. Da er sich nur noch in dieser Woche bei Verwandten im Saarland befand, wollten wir sein Anliegen unbedingt unterstützen, bevor er wieder nach Berlin zurückfuhr und nahmen uns die Zeit, ihn kennen zu lernen. Er beschenkte uns ganz freundlich mit Blumen, die nun unseren Besprechungsraum verschönern.
Es war eine sehr berührende Begegnung mit Herrn Klein, der sein Leben trotz schwieriger Startbedingungen sehr gut gemeistert hat. Er wurde 1960 im Alter von 15 Jahren aus der Jugendhilfe entlassen. Seine Jahre in der Stiftung schilderte er eindrucksvoll: „Wir hatten keine Namen, nur eine Nummer. Ich war die Nummer 36.“ Seine Schilderungen lösten auf meiner Seite große Betroffenheit aus. Aus heutiger Sicht sind seine Erlebnisse kaum nachvollziehbar. „Damals schliefen 40 Knaben in einem Teil des Raumes, der andere Teil des Raumes wurde als Wohnraum genutzt. Es gab nur viermal jährlich einen Besuchstag von 10 bis 14 Uhr“, so die Erzählungen von Herrn Klein. Seine Schilderungen der schlimmen Bestrafungen wirken heute noch emotional nach.
Gemeinsam mit Herrn Eckhard Judenhuth, einem langjährigen Mitarbeiter der Jugendhilfe, hörte ich den Erzählungen von Herrn Klein zu. Herr Judenhuth führte das Ehepaar anschließend über unser Gelände, so dass Herr Klein seine Erinnerungen mit dem heutigen Erscheinungsbild der Stiftung abgleichen konnte. Wir sind sehr dankbar für die intensive Begegnung mit Herrn Klein, der uns an seiner Biografie teilhaben ließ. Herr Klein blickt auf ein erfülltes Familien- und Berufsleben zurück. Mit seiner Ehefrau genießt er seinen Lebensabend in Berlin-Neukölln. Die warmherzige und freundliche Art der beiden hat uns sehr beeindruckt.

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