Koedukative Kinderwohngruppe

WG Marienstraße / Koedukative Wohngruppe

 
Zielgruppe
Aufnahme finden neun Kinder, auch Geschwister, im schulpflichtigen Alter bis 12 Jahre, die aufgrund belastender oder traumatisierender Lebenserfahrungen, wie
-          Verlust von Bindungspersonen / Trennung der Eltern
-          frühkindliche Vernachlässigung
-          seelische, körperliche und sexuelle Gewalterfahrungen (Opfer sowie Zeuge davon)
-          Sucht der Eltern
-          psychische Erkrankung der Eltern
für das Familiensystem nicht mehr zu bewältigende Störungsbilder entwickelt haben oder Schutz und entwicklungsfördernde Unterstützung benötigen.

Ausschlusskriterien
Kinder mit folgenden Problematiken können in unserem Betreuungskontext nicht versorgt werden:
-          Manifeste Drogen oder Alkoholabhängigkeit
-          Manifeste psychotische Zustände
-          Geistige Behinderungen mit erhöhtem Betreuungsbedarf
-          Schwere organische und körperliche Behinderung, die behindertenspezifische Betreuung erfordert

Standort und Wohnhaus
Die Räumlichkeiten für die Wohngruppe liegen in der Innenstadt in St. Wendel in der unmittelbaren Nähe zur zentralen Einrichtung des Trägers und dem Familienberatungszentrum St. Wendel-Nord. Alle Schulformen sind von hieraus erreichbar. Über öffentliche Verkehrsmittel ist eine sehr gute Anbindung an die Landkreise Neunkirchen und Homburg und den Regionalverband Saarbrücken gewährleistet.
Das Haus entspricht einem normalen Wohnhaus mit neun Einzelzimmern, Küche, Wohnraum, Esszimmer, Hausaufgabenzimmer und Freizeiträumen, sowie der entsprechenden Sanitärausstattung und einem Außengelände.
 
Pädagogische Arbeit
Die pädagogische Arbeit in der Wohngruppe Marienstraße basiert auf einer wertschätzenden und verstehenden Grundhaltung. Maßgebend ist die Annahme des „guten Grundes“ für die auffallenden Verhaltensweisen des Kindes. Dabei prägen eine verlässliche Struktur und
eine annehmende Atmosphäre das Zusammenleben der jungen Menschen in der Wohngruppe. Durch zuverlässige Bindungsangebote der pädagogischen Bezugspersonen wird ein sicherer Ort für die jungen Menschen geschaffen.

Entgegen den bisherigen oft belastenden Erfahrungen sollen sie heilsame Erfahrungen machen können Kontinuität und Stabilität erfahren. Haltgebende und stützende Strukturen geben zusätzlich Sicherheit und ermöglichen den Aufbau eines positiven Selbstkonzeptes.
Wenn möglich werden Materialien und Methoden aus der Traumapädagogik angewandt.

Auf der Grundlage des Hilfeplans wird im Rahmen der individuellen Erziehungsplanung, die sozialpädagogische Betreuung nach dem jeweiligen Entwicklungsstand und Erziehungsbedarf abgestimmt, schriftlich dokumentiert und der Zielerreichungsgrad regelmäßig überprüft.
Als grundlegende Zielsetzung sehen wir die soziale und emotionale Stabilisierung der jungen Menschen und ihrer Familie, um eine Rückführung zu ermöglichen.

Mit dem Auftrag verbinden sich folgende Ziele:
·      Bereitstellung von klaren, transparenten Strukturen und Regularien
·      Vermitteln von emotionaler Sicherheit über Bindungsangebote
·      Entwicklung von Lebens- und Zukunftsperspektiven
·      Förderung der personalen und sozialen Kompetenz
·      Mobilisierung und Entwicklung von Ressourcen des jungen Menschen
·      Hilfen bei der Erarbeitung von Konfliktlösungsstrategien
·      Unterstützung bei der schulischen und beruflichen Entwicklung
·      Aktivieren der Wahrnehmung angemessener Freizeitaktivitäten
·      Förderung des Aufbaus von Beziehungen zu Gleichaltrigen und der Integration
       in bestehende soziale Strukturen (Vereine u.a.)
·      Zusammenarbeit mit Personensorgeberechtigten, Jugendamt, Schulen und anderen
       relevanten Bezugspersonen bei der Hilfeplanung bzw. der Fortschreibung des Hilfeplans.
·      Beteiligung des jungen Menschen an seiner Hilfeplanung

Partizipation, Transparenz, Beschwerdemanagement
Als ein Grundverständnis in unserer pädagogischen Arbeit sehen wir die transparente Information der jungen Menschen über alle sie betreffenden Vorgänge, sowohl im familiären als auch im pädagogischen oder auch einrichtungsinternen Kontext. Es werden Kommunikationswege vorgehalten, die einen Austausch über Anregungen und Beschwerden zu allgemeinen und speziellen Anliegen ermöglichen.
Über regelmäßige Gruppengespräche mit den Kindern soll ein Demokratieverständnis vermittelt und gelebt werden.
 

Kontakt:

Wohngruppe Marienstraße

Tel.: (0 68 51) 8 06 08 94

Projektleitung:Jutta Kämmler
Tel.: 0151-20325016
Vertretung: Astrid Schmitt-Jochum
Tel: 0151-20324982