Abschlussfest der Vorschulgruppen am „Flurgraben“ an der Wendelskapelle

Nach einem ausgiebigen Spaziergang und leckerem Frühstück stellt Herr Potel, Dipl. Geograph, sich und das Kunterbuntmobil vor. Die Kinder lernen ihre Arbeitsmaterialien wie ein Sieb als Köcher, weiche Pinzette zum Schutz der Lebewesen, Schälchen zum Sammeln, Lupe zum Beobachten, Mikroskop für Erklärungen kennen. Die Kinder dürfen hierzu ihre Erfahrungen mitteilen.
Am Bachlauf zeigt Herr Potel den Umgang mit dem Material. Es ist während der ganzen Aktion wichtig, dass mit den Tieren behutsam umgegangen wird. Jedes Kind sucht sich einen Bereich im Bach und beginnt mit dem Forschen. Köcher werden eingetaucht und unter großem Hallo die ersten Bachwesen gezeigt. Die Namen sind unbekannt und so heißen sie „Wurm“, „Schnecke“, „Käfer“ und „Garnele“. Und die „Garnelen“ schwimmen sogar doppelt. Warum das so ist, erklärt Herr Potel am Schluss, damit alle auf dem gleichen Wissenstand sind.
Durch das Anheben der Steine lösen sich die Tiere und es lassen sich so immer wieder neue Arten entdecken.

Im Anschluss sucht sich jedes Kind einen Lupenplatz um den Inhalt seines Schälchens zu untersuchen. Überall wibbelt und wabbelt es.
Fragestellung: Welche Art überwiegt?
Die Kinder sind sich einig, dass es am meisten „Garnelen“ gibt. Auf einem Poster sind diese abgebildet. Da die Kinder noch nicht lesen können, stellt Herr Potel ein Rätsel mit der Antwort: „Bach-floh-krebs“

Besondere Aufmerksamkeit erregt eine Röhre, aus der etwas spinnenartiges krabbelt und die doppelten Bachflohkrebse. „Ich habe eine Spinne gefunden und die kämpft mit einer anderen Spinne“. Herr Potel erklärt, dass Stechmücken ihre Eier im Wasser ablegen und die Larven dann ihren weichen Körper mit der Röhre schützen bis sie fliegen können und aus dem Wasser krabbeln. „Das habe ich noch nie gehört“, ertönt es aus einer Ecke. Und dass die Bachflohkrebse zusammen schwimmen, damit es Eier gibt, finden die Kinder witzig.

Nach so vielen Entdeckungen unter den Lupen gibt es zum Abschluss eine Kinovorstellung mit dem Mikroskop. Je ein Tierchen schwimmt in einem Träger und wird vergrößert.
Zu jeder Art stellt Herr Potel Fragen, die die Kinder nacheinander wiederholen. Vieles haben sie behalten, manche Namen aber vergessen. Herr Potel wiederholt die Bezeichnungen. Einstimmig erklären die Kinder, dass sie die Stechmücken nicht mögen und ihre Larven voll gefährlich aussehen. 

Nach der Aktion treffen die Eltern zum Picknick ein. Mit allerlei Leckereien, Fußball oder Federballspiel im Gepäck sucht sich jede Familie ein schattiges Plätzchen. Schön ist zu beobachten, dass viele Kinder ihre Eltern sofort ans Wasser führen und von ihren Entdeckungen und Erfahrungen erzählen. Einige machen sich sogar mit Tüten bewaffnet wieder auf den Weg ins Wasser und finden fast keine Zeit zum Essen.